Analia Martinez

„Sammlungen und der Akt des Sammelns stehen im Mittelpunkt meiner Arbeit. Meine Faszination für das Aussuchen, Reproduzieren und Umgestalten von Objekten aus Sammlungen unterschiedlicher Provenienz bringt mich dazu, über die Verwendung des Konzepts des Sammelns in künstlerischen Prozessen nachzudenken. 
Was steckt hinter dem Interesse von Künstlern, Sammlungen anzulegen? Wie wirkt sich das Sammeln auf den künstlerischen Prozess aus? Wie verwandelt der künstlerische Prozess die gesammelten Stücke?  
Der Akt des Sammelns löst in seinen Komponenten eine Reihe von Prozessen aus, die deren Rezeption und Interpretation durch den Betrachter verändern. In meiner Arbeit untersuche ich die Ambivalenz dieser Prozesse, die für die Komplexität des Sammelns entscheidend sind.

Meine Keramikobjekte stammen aus Erinnerungen, Herausforderungen und unerwarteten Ergebnissen. Sie haben nur die Aufgabe, Bestandteile von Sammlungen zu werden. Indem ich sie als Papierobjekte reproduziere, sie miteinander verbinde, wiederhole oder überlagere, konstruiere ich multimediale Installationen, die das Publikum dazu einladen, in das Universum einzutreten, in dem diese Sammlungen entstehen.“