Lea Grebe

An der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst bewegt sich die Kunst von Lea Grebe. Die Künstlerin eröffnet durch das Studium von Mikrowelten neue Perspektiven auf Individuen, ihre Fragilität und Vergänglichkeit. Über Jahre hat sie ein Archiv aufgebaut, in dem sie tot aufgefundene Insekten in ihrer Fundposition, ihrem Fundzustand und ihrer Fundhaltung dokumentiert. Die Objekte wurden in einem aufwendigen Prozess in Bronze gegossen. Durch die Transformation in ein beständiges Material schenkt Lea Grebe ihnen eine letzte Metamorphose, in der sie zu finalen, künstlich erweiterten Erscheinungen werden. Die Betonung des nicht nachzuahmenden Individuellen zeugt von der Suche der Künstlerin nach einem neuen ökologischen, empathischen Denken, in dem das Eigenständige und Unverwechselbare eine Würdigung erfährt.