Niloufar Shirani – Ashraf

7.650,00 

Entstehungsjahr: 2021
Maße: 180 x 130 cm
Technik: Ölfarbe auf Leinwand

1 vorrätig

Kategorie:

Description

Mythologie und Geschichte spielen eine große Rolle im Werk von Niloufar Shirani. „Wenn ich meine eigene Geschichte und Entwicklung betrachte, dann sehe ich mich zwischen zwei Nationen, zwei Gesellschaftssystemen, zwei Kulturen, zwei Sprachen, zwei Zeitrechnungen“, sagt die iranische Künstlerin, die in München studiert. In ihrer Kunst bringt sie beide Seiten zusammen.

Ihre Serie „Die Konferenz der Vögel“ beispielsweise beruht auf dem gleichnamigen Versepos des berühmten persischen Dichters Farid du-Din Attar aus dem 12. Jahrhundert: Die Vögel suchen ihren idealen König. Am Ende des Abenteuers erkennen die wenigen überlebenden Vögel, das es keinen idealen König gibt, sondern dass das Ideal im Miteinander liegt. „Die Vögel müssen sich überlegen: Wie reden wir miteinander, wie kommunizieren wir? Diese Diskussion der Vögel finde ich total interessant und sehr aktuell. Es geht im Endeffekt um die Frage: Wie können wir Demokratie haben?“

Für „Die Konferenz der Vögel“ verbindet Niloufar Shirani den Stil niederländischer Meister des 17. und 18. Jahrhunderts mit zeitgenössischer Ausstattung und teilweise surrealistischen Elementen: eine Stilleben-Szene mit lebendem Papagei, totem Pfau und einer umgeworfenen Obstschale, dahinter zwei Menschen in moderner Kleidung, die sich die Hand geben. In anderen Arbeiten positioniert sie barocke Akte neben abstrakten Formen, Fabelwesen neben architektonischen Details. Für die Künstlerin ist es Freiheit, diese scheinbar unvereinbaren Inhalte und Stile auf einer Leinwand koexisiteren zu lassen.

Die Künstlerin, deren Werk auch Keramik, Bildhauerei und Videoinstallationen beinhaltet, interessiert sich für Kontraste, im Inneren wie im Äußeren. Das fängt schon beim Schaffensprozess an. „Heutzutage ist alles ganz schnell. Der Kontrast dazu ist Malerei, hier dauert alles ganz lang.“ In ihren Bildern vereint sie die Pole, hier treffen sich Hier und Dort, Vergangenheit und Gegenwart, Tempo und Langsamkeit. „Mein Thema kommt meist aus der iranischen Kultur, weil das für mich wertvoll ist und weil es hier noch nicht so bekannt ist. Ich möchte es neu sehen, mit meinen Eindrücken und Erfahrungen vermischen.“

Niloufar Shiranis Bilder sind wie Rätsel aus Mythen und Märchen, sie laden die Betrachtenden ein, ihre eigene Geschichte zu erzählen.

 

Geboren 1985 in Esfahan, Iran, studierte Niloufar Shirani zunächst Malerei an der Universität Teheran, wo sie 2013 ihren Master of Fine Arts machte. Seit 2017 ist sie an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Karin Kneffel. Parallel studierte sie Skulptur (Keramik) am Institut für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) der Hochschule Koblenz und schloss dort 2019 mit dem Master ab. Sie war DAAD-Stipendiatin. Für ihre Arbeit „Reflection. Polish Children in Iran“ wurde sie vom polnischen Kultusminsterium ausgezeichnet.

Ihre Arbeiten wurden u.a. im Isfahan Museum of Contemporary Art im Iran, in der BWA Gallery Walbrzych in Polen, im Kunstraum Harbeck in Puchheim, im Keramik Museum Westerwald in Koblenz, im Kunstverein Mittelrhein in Koblenz und in der Galerie Noah in Augsburg gezeigt. Niloufar Shirani lebt und arbeitet in München.

Zusätzliche Information

Entstehungsjahr

2021

Maße

180 x 130 cm

Technik

Ölfarbe auf Leinwand

Niloufar Shirani - Ashraf

7.650,00 

1 vorrätig