Victoria Pidust – Untitled

7.200,00 

Entstehungsjahr: 2021
Maße: 200 x 160 x 4 cm
Technik: Archival pigment print on dibond aluminium Edition of 1/3 + 1 AP

1 vorrätig

Kategorie:

Description

„Ich wollte Fotografin werden und ich wollte Malerin werden. Jetzt bin ich etwas dazwischen. Und das ist auch gut so.“, sagt die in der Ukraine geborene Künstlerin Victoria Pidust, deren Kunst sich an der Grenze zwischen Fotografie und abstrakter Malerei bewegt.

Sie beschäftigt sich mit der Frage, was Fotografie heute noch ist und wie man sie von der Realität befreien kann. Dazu fotografiert sie Oberflächen und Objekte – von Asphaltstrukturen über Teile von Plastikpalmen bis hin zu Bildern von Speck. In Berlin, wo sie lebt, aber auch auf ihren Reisen, ist sie immer auf der Suche nach der Abstraktion, nach Ausschnitten und Zusammensetzungen, die die Wirklichkeit von sich selbst entheben. „Ich suche mit der Kamera nach etwas Malerischem, ich erfasse die Farben und Formen der Realität mit der Kamera und arbeiten dann damit weiter wie ich in der Malerei vorgehen würde.“

Bei ihren großformatigen Arbeiten gibt es im Groben zwei Vorgehensweisen: Die Serie, aus der auch die Arbeit „Porsche“ stammt, entsteht mithilfe von Photogrammetrie, einem Bildmessungsverfahren, das überwiegend in der Architektur zum Einsatz kommt und mithilfe dessen man 3D-Renderings erstellt, also dreidimensionale Modelle in digitaler Form. Victoria Pidust verwendet dieses Programm künstlerisch und hintergeht es gezielt, enthält ihm Information vor oder füttert es mit Falschinformation. Sie lädt beispielsweise nicht die geforderte Anzahl von Fotos eines Objekts hoch. Der Algorithmus des Computerprogramms erschafft dadurch ein künstliches Bild, das an abstrakte Malerei erinnert. Die Software wird dadurch zum Co-Creator, Pidust spricht von einer „künstlerischen Kooperation“ mit der Künstlichen Intelligenz. Das Ergebnis ist eine faszinierende Manipulation von Realität.

„Fehler sind wichtig und das Ergebnis ist auch für mich eine Überraschung. Deswegen mache ich das. Es gefällt mir, etwas Unerwartetes zu bekommen.“ Das 3D-Modell bearbeitet sie, modelliert Situationen mit Licht und Schatten im digitalen Raum. Dann wird das Werk gedruckt.

Die Bilder aus der Serie, aus der „Untitled“ stammt, beginnen ebenfalls mit 3D-Renderings. Allerdings sind diese Bilder eine Mischung aus vielen Modellen. Pidust bearbeitet sie in Photoshop, sucht nach Kompositionen, verschiebt Layer um Layer, arbeitet mit dem virtuellen Pinsel auf der Suche nach dem Bild. Sie nimmt Teile der Realität und bearbeitet sie im digitalen Raum intuitiv. Das Werk, das entsteht, zeigt Ausschnitte ihres Lebens und schafft damit eine neue Sichtweise, ein völlig neues Gefühl.

 

Geboren 1992 in Nikopol in der Ukraine, studierte Victoria Pidust am Multimedia Department der Polytechnischen Universität Kyjiw (Kiew), bevor sie 2015 mit einem Stipendium des DAAD an die Weißensee Kunsthochschule Berlin wechselte. 2021 machte sie ihren Abschluss als Meisterschülerin von Nader Ahriman. 2021 wurde ihr der Mart Stam Preis verliehen. Sie nahm u.a. an Gruppenausstellungen in der Galerie Judith Andreae in Bonn, der Robert Morat Gallery in Berlin und Bistro21 in Leipzig teil. Einzelausstellungen finden u.a. in jvdw.space in Düsseldorf, im Kunstverein kjubh in Köln und im Paris Photo in Paris statt. Victoria Pidust lebt und arbeitet in Berlin.

Zusätzliche Information

Entstehungsjahr

2021

Maße

200 x 160 x 4 cm

Technik

Archival pigment print on dibond aluminium Edition of 1/3 + 1 AP

Victoria Pidust - Untitled

7.200,00 

1 vorrätig